So stand’s über einem Artikel der „Lippischen Landeszeitung“. Ja die lieben Kollegen und die Überschriften. Einige wunderbare Exemplare hat Sönke Krüger in einem Artikel für die Welt Online gesammelt. Wer also wissen will, wieso ein Herrliches Ski-Wochenende mit zwei tödlichen Unfällen passieren konnte, und ob die Toten auch noch Spaß hatten, denn ein Gemeinschaftsgrab fördert das Miteinander, der soll hier weiterlesen:
Archiv für die Kategorie ‘Das macht das (journalistische) Leben einfacher’
Merkel stellt sich vor nackten Verheugen
24. Juni, 2008Der Springer-Fußball-Krieg
5. Juni, 2008
Da schlägt die polnische Presse zu – Trainer Beenhakker (auch noch ein Holländer) steht hinter Ballack, der eine preußische Pickelhaube aufhat – und holt zum Schlag mit dem Schwert aus.
So auf dem Titelbild der Zeitschrift Fakt
Und unser aller Bild-Zeitung barmt dazu, heute auf der Titelseite und im Internet Auftritt: Polen eröffnen Fußballkrieg…
Und der gerechte Volkszorn wird beschworen – „Schreiben Sie den polnischen Fußball-Fans Ihre Meinung!“ Das wird sicher ein friedliches Spiel am Sonntag.
Dabei haben sich schon alle entschuldigt – der polnische Botschafter, der Trainer, alle haben die Berichterstattung als das bezeichnet, was sie ist: bodenloser Schmarrn.
Nur einer hat sich nicht entschuldigt – der Springer Verlag. Sowohl Fakt als auch Bild gehören schliesslich Springer. Da bleibt nur, Bild zu zitieren: „Es ist einfach widerlich!“
20 sichere Tipps eine Zeitung zugrunde zu richten
5. Juni, 2008Juan Antonio Giner, vice president of the Innovation consulting group, presents to WAN his list of 20 ways to kill a newspaper, writes Stephen Brook.
(Gilt übrigens auch für jedes andere Medium)
1. be dull and boring
2. change slowly
3. print yesterday’s news
4. don’t take risks
5. expect different results by doing things the same way
6. insult your readers
7. lie to advertisers
8. please politicians
9. cover buildings not people
10. don’t interact with audience
11. print badly
12. print poor colour
13. write long
14. don’t care about design
15. don’t care about talent
16. don’t sack bad managers
17. pay badly
18. don’t innovate
19. milk the cash cow
20. expect miracles
Danke an Martina Wingenfeld für die Liste.
Grammatikbenutzungsforschung
3. Juni, 2008Unter diesem schönen Begriff versucht die Duden-Redaktion den „Benutzungswert zukünftiger Auflagen der Dudengrammatik“ zu erhöhen. Ich würde den Kollegen von der Uni Kassel, die das Projekt betreuen, ja empfehlen sich erst einmal einen „wie-schreib-ich-kein-Beamtendeutsch“ Kurs zu verpassen. Vor allem wenn sie sich an Journalisten richten und um Veröffentlichung auf Websites bitten. Aber sei’s drum – hier die gewünschte Veröffentlichung:
Grammatikbenutzungsforschung’ ist ein sprachwissenschaftliches Projekt, das an der Universität Kassel durchgeführt und von der Dudenredaktion gefördert wird. Ziel ist es, den Benutzungswert zukünftiger Auflagen der Dudengrammatik weiter zu erhöhen. Dies kann jedoch nur durch die Hilfe der Dudenbenutzer, nämlich durch Ihre Mithilfe geschehen!
Wir hoffen, dass gerade Sie als Journalisten, die Sie täglich beim Schreiben Ihrer Artikel mit den (grammatischen) Schwierigkeiten der deutschen Sprache konfrontiert sind, an unserem Projekt teilnehmen und sich nur ein paar Minuten Zeit nehmen.
Wir bitten Sie deshalb, unsere Fragebögen auf http://www.grammatikbenutzungsforschung.de/online.htm auszufüllen. Unter denjenigen, die ‘Fragebogen II’ ausfüllen, verlosen wir 10 Dudenbände (nach eigener Wahl). Ihre Daten bleiben vollkommen anonym und werden nicht an Dritte weitergegeben.
Das Projekt ist nicht kommerziell und dient ausschließlich Forschungszwecken. Nähere und ausführlichere Information erhalten Sie auf der Hauptseite unseres Projekts, http://www.grammatikbenutzungsforschung.de. Wenn Sie eine Frage an uns haben, schreiben Sie gerne einfach an diese Adresse zurück oder nutzen Sie
das Kontaktformular auf unserer Internetseite.Zusätzlich bitten wir Sie darum, diesen Aufruf durch die Weiterleitung dieser Nachricht an Kollegen, Freunde und Bekannte und/oder durch die Veröffentlichung auf Ihrer Internetseite/Ihrem Forum zu verbreiten.
Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüßen
Dr. Mathilde Hennig
Universität Kassel – Fachbereich 02
34109 Kassel
Telefon: (+49) 561-804-3923
E-Mail: hennig@uni-kassel.de
P.S. Kennt noch jemand den Familienbenutzer von Loriot? Der war keiner Benutzungsforschung unterworfen und wurde doch schön anschaulich erklärt: Der Familienbenutzer
Deep Notes
24. März, 2008…und noch eines für Apple-User: Deep Notes. Kostenloser kleiner Aufgabenverwalter, komplett per Tastatur zu bedienen, gruppieren, einrücken, umsortieren, was man auch so braucht um ToDo-Liste zu verwalten. Einfach gut.
Scrivener
23. März, 2008Nur für Apple: Scrivener - das Schreibprogramm schlechthin. Was brauchen Schreiber, die damit ihren Lebensunterhalt bestreiten? Sicher nicht Word-abstürze und tausende Features, die nur vom Schreiben ablenken. Dafür fehlen in normalen Textverarbeitungsprogrammen Funktionen, die jeder professionelle Schreiber eigentlich braucht: Einfaches Umsortieren von Abschnitten zum Beispiel. (mehr…)
Programme, die das (journalistische) Leben leichter machen: DevonThink
23. März, 2008