Einladung zur persönlichen Recherche vor Ort für 2 Personen

By augenblick42

Neben dem Motorjournalismus gilt ja der Reisejournalismus als besonders anfällig für – sagen wir mal Gefälligkeiten.

Warum nur muss auch jedes Vorurteil, denn um ein solches handelt es sich zweifellos, wie jeder Reisejournalist auf Anfrage bestätigen wird, warum nur also muss jedes Vorurteil sogleich bestätigt werden, kaum dass man es erwähnt hat?

Hier ein Beispiel wie knallharter Journalismus betrieben wird: Lassen Sie sich doch mal einladen, und zwar vom Objekt ihrer Recherche. Dann können Sie gleich viel besser recherchieren, es fallen ja keine Spesen an. Und damit Sie auch noch den Kontakt zur Liebsten / zum Liebsten nicht verlieren, wird diese(r) auch gleich mit vor Ort sein. So eine räumliche Trennung kann ja sonst sehr weh tun. Wenn sie sogar über zwei Tage geht.

Also – hier das Angebot (Namen von mir geXt):

Geschätzte Journalisten, liebe Freunde!

Seit wann sind wir Freunde?

Das Wohlfühlhotel XXXXX bietet die perfekte Kombination aus Outdoor-Möglichkeiten, Wellness, Gourmet und Familienurlaub. 

Nachstehend finden Sie unser Leseranbot für Ihr Medium. Wir würden uns sehr freuen wenn Sie dieses Angebot redaktionell verwenden können.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: mit „Leser“ sind hier die angesprochenen Journalisten gemeint.

EINLADUNG ZUM „KURZURLAUB“

Machen Sie sich direkt vor Ort ein Bild vom Hotel und der Umgebung. Wir laden Sie – mit Begleitung – zur Presserecherche im XXXXX ein. Die Einladung gilt für 2 Personen / 2 Nächte inklusive HP.

Zur „Presserecherche“ – einfach unbezahlbar.

Wenn Sie Lust und Zeit für einen Kurzurlaub im XXXXX haben geben Sie uns bitte Ihren Terminwunsch bekannt und wir überprüfen die Verfügbarkeit.

Immerhin steht hier nun „Kurzurlaub“ – ein Lapsus? Ein Anfall von Ehrlichkeit?

Mit bestem Dank für die gute Zusammenarbeit!

Gerne. Wer sich darauf einlässt, wird sicher unbefangen seinen Artikel über das „Wohlfühlhotel“ verfassen.


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