Archiv für Juni 2008

Merkel stellt sich vor nackten Verheugen

24. Juni, 2008

So stand’s über einem Artikel der „Lippischen Landeszeitung“. Ja die lieben Kollegen und die Überschriften. Einige wunderbare Exemplare hat Sönke Krüger in einem Artikel für die Welt Online gesammelt. Wer also wissen will, wieso ein Herrliches Ski-Wochenende mit zwei tödlichen Unfällen passieren konnte, und ob die Toten auch noch Spaß hatten, denn ein Gemeinschaftsgrab fördert das Miteinander, der soll hier weiterlesen:

–> Überschriften zum Lachen und zum Weinen

Supercomputer darf nicht Roadrunner heißen

18. Juni, 2008

Eine Posse der niedlichen Art leistet sich die Rechtsabteilung von Time Warner. Sie verbietet es IBM, ihren neuen Supercomputer „Roadrunner“ zu nennen. Dieser Supercomputer ist der derzeit schnellste Rechner, und die IBM-Ingenieure haben sich wohl an das Fernsehprogramm ihrer Kinderzeit erinnert, aber nicht mit der Humorlosigkeit bei Time Warner gerechnet. Die machen Markenrecht an ihrer Zeichentrickfigur geltend und übersehen dabei, dass sie lächerlich machen. In diesem Spiel sind sie der Coyote.

Mehr zu Roadrunner (meep, meep), hier im Bild

Mehr zum „sogenannten“ Roadrunner

Ganz Asien auf dem Teller

18. Juni, 2008

Gehn’ wir heute mal zum Chinesen? Oder doch lieber thailändische Küche? Und beim Inder waren wir auch schon lange nicht mehr. Bei diesem „Asiaten“ gibt’s alles – ob es aber auch schmeckt, nee, das probiere ich lieber nicht aus.

Sie sparen 0,00 €

17. Juni, 2008

Immerhin – dieser Webshop ist absolut genau und präzise in seinen Preisauszeichnungen.

Genial einfach: Elektroroller E-Max

10. Juni, 2008

Endlich macht mal einer was – ein wirklich brauchbarer Elektro-Roller zu vernüftigem Preis:

Der E-Max leistet 4 PS, ist wegen der dämlichen Regelung in Deutschland auf 45 kmh Höchstgeschwindigkeit gedrosselt (kleines Versicherungskennzeichen), fährt mit einer Akkuladung rund 50 Kilometer weit, ist in drei Stunden wieder aufgeladen und damit das ideale Pendlerfahrzeug. Ach ja, und bezahlbar ist er auch – rund 3.000 € kostet der E-Max. Und für die Pfenningfuchser – auf 100 Kilometer Fahrstrecke verbraucht er Strom für 55 Cent.

Dabei handelt es sich nicht um ein Experimentalfahrzeug – in China sollen bereits mehr als 23 Millionen E-Maxe unterwegs sein, in manchen Innenstädten seien keine anderen Roller erlaubt, so Spiegel Online.

Mehr Infos auf der Website E-Max der Elektroroller

Deutschlands bestgebügelter Mann gesucht

9. Juni, 2008

So – und genau so – steht’s in der Pressemitteilung:

sie sehen gut aus, sie sind sexy und sie werden begehrt – Männer in frisch gebügelten Anzügen. Und erst richtig Eindruck machen sie dann, wenn sie ihre Anzüge selber bügeln. Jetzt gibt es einen Wettbewerb, bei dem bügelnde Männer ihr Können unter Beweis stellen können: Die Firma Hailo sucht Deutschlands bestgebügelten Mann.

Es gibt auch was zu gewinnen. Ein „Bügelsystem“. Was auch immer das sein mag. Zum Gesamtkunstwerk wird die Mitteilung durch das beigefügte Bild:

 

Hepatitis B im Bundestag

5. Juni, 2008

Schocker – unsere Volksvertreter infiziert mit Hepatitis B – so stehts über der Fax-Pressemitteilung die mich gerade erreicht.

Wer nicht weiss, was das bedeutet, hier ein Auszug aus GesundheitPro:

Die Hepatitis B ist eine weit verbreitete Leberentzündung, verursacht durch das Hepatitis-B-Virus. Übertragen wird die Erkrankung vor allem beim Geschlechtsverkehr und bei Bluttransfusionen, aber auch durch den Gebrauch von gemeinsamen Zahnbürsten und Rasierapparaten durch kleinste Haut- oder Schleimhautverletzungen. Auch beim Tätowieren kann es zur Infektion kommen. 

Hier geht’s zum gesamten Artikel: Hepatitis B

Ein schweres Schicksal für unsere Volksvertreter… Aber Halt! Entwarnung! In der immerhin schon 4. Zeile steht, dass nur die neuen Europäischen Empfehlungen zu Hepatitis B im Bundestag vorgestellt wurden.

Glückwunsch zu dieser Pressemitteilung. Ich freue mich schon auf Überschriften in Pressemitteilungen wie „Terror im Bundestag“ oder „Überschwemmung im Bundestag“. 

Ze drem of a united urop vil finali kum tru.

5. Juni, 2008

Aus vertraulicher Quelle 

XXXXX XXXXX (Name unkenntlich gemacht)

Public Relations Officer
Soldiers, Sailors, Airmen and Families Association (SSAFA) – Forces Help
19 Queen Elizabeth Street
London SE1 2LP

European Commission has just announced an agreement whereby English will be the official language of the European Union rather than German, which was the other possibility.

As part of the negotiations, the British Government conceded that English spelling had some room for improvement and has accepted a 5- year phase-in plan that would become known as „Euro-English“.

In the first year, „s“ will replace the soft „c“. Sertainly, this will make the sivil servants jump with joy.

The hard „c“ will be dropped in favour of „k“. This should klear up konfusion, and keyboards kan have one less letter.

There will be growing publik enthusiasm in the sekond year when the troublesome „ph“ will be replaced with „f“. This will make words like fotograf 20% shorter.

In the 3rd year, publik akseptanse of the new spelling kan be expekted to reach the stage where more komplikated changes are possible.

Governments will enkourage the removal of double letters which have always ben a deterent to akurate speling.

Also, al wil agre that the horibl mes of the silent „e“ in the languag is disgrasful and it should go away.

By the 4th yer people wil be reseptiv to steps such as replasing „th“ with „z“ and „w“ with „v“.

During ze fifz yer, ze unesesary „o“ kan be dropd from vords kontaining „ou“ and after ziz fifz yer, ve vil hav a reil sensibl riten styl.

Zer vil be no mor trubl or difikultis and evrivun vil find it ezi tu understand ech oza. Ze drem of a united urop vil finali kum tru.

Und efter ze fifz yer, ve vil al be speking German like zey vunted in ze forst plas.

If zis mad you smil, pleas pas on to oza pep

Der Springer-Fußball-Krieg

5. Juni, 2008

Da schlägt die polnische Presse zu – Trainer Beenhakker (auch noch ein Holländer) steht hinter Ballack, der eine preußische Pickelhaube aufhat – und holt zum Schlag mit dem Schwert aus.

So auf dem Titelbild der Zeitschrift Fakt

 

 

Und unser aller Bild-Zeitung barmt dazu, heute auf der Titelseite und im Internet Auftritt: Polen eröffnen Fußballkrieg… 

Und der gerechte Volkszorn wird  beschworen – „Schreiben Sie den polnischen Fußball-Fans Ihre Meinung!“ Das wird sicher ein friedliches Spiel am Sonntag.

Dabei haben sich schon alle entschuldigt – der polnische Botschafter, der Trainer, alle haben die Berichterstattung als das bezeichnet, was sie ist: bodenloser Schmarrn.

Nur einer hat sich nicht entschuldigt – der Springer Verlag. Sowohl Fakt als auch Bild gehören schliesslich Springer. Da bleibt nur, Bild zu zitieren: „Es ist einfach widerlich!“

20 sichere Tipps eine Zeitung zugrunde zu richten

5. Juni, 2008

Juan Antonio Giner, vice president of the Innovation consulting group, presents to WAN his list of 20 ways to kill a newspaper, writes Stephen Brook.

(Gilt übrigens auch für jedes andere Medium)

1. be dull and boring
2. change slowly
3. print yesterday’s news
4. don’t take risks
5. expect different results by doing things the same way
6. insult your readers
7. lie to advertisers
8. please politicians
9. cover buildings not people
10. don’t interact with audience
11. print badly
12. print poor colour
13. write long
14. don’t care about design
15. don’t care about talent
16. don’t sack bad managers
17. pay badly
18. don’t innovate
19. milk the cash cow
20. expect miracles

Danke an Martina Wingenfeld für die Liste.